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From: "Optul" <optul@t-online.de
To: <gastebuch@sudeten.com.ar
Sent: Wednesday, September 29, 2004 10:05 AM
Subject: Viva el "Gästebuch"
An die Leser dieses Gästebuches:
Ich gratuliere der Sudentendeutschen Landsmannschaft in Argentinien zur
Einrichtung dieses Forums, das gestattet Meinungen einem weiten Publikum
vorzustellen!
Auch und besonders auch solche, die kein Echo in den offiziellen Medien
der Hochstraße in München finden!
Ich darf mich zuerst vorstellen: Mein Name ist Hubert (auch Hubertus)
Ullmann, geboren in Wurzeldorf in Isergebirge, später nach Röhrsdorf
bei Haida übersiedelt und von dort am 17. Juni 1945 mit meiner Familie
vertrieben.
Meine Frau ist Sieglinde, geb. Rösler, aus Untermaxdorf in Kamnitztal,
von dort ebenfalls mit dem ersten Transport vertrieben, leider ohne einem
Mann in der Familie. Mein Schwiegervater war - das erfuhr man erst viel
später- am Leben und Kriegsgefangener der Engländer, später
Gefangener in einem KZ der Amerikaner..
Meine Frau und ich lernten uns kennen "auf dem Wege" nach Argentinien,
wo wir heirateten und wo unsere beide Kinder geboren wurden. Wir kehrten
1976 nach Deutschland zurück nachdem wir "halb unter die Räder"
des damaligen linksgesteuerten Guerillakrieges gegen die Ordnung schaffenden
Militärs gekommen waren.
Ich verstehe also Spanisch und kenne viele gute Sprichwörter. Mit
einem über Aberglauben möchte ich beginnen: "No creo en brujas,
pero que las hay, las hay!" - "Ich glaube nicht an Hexen, aber ich bin
sicher sie gibt es!".
Deshalb ist der nachfolgende Beitrag auch kein Glückwunsch zum 7o.
Geburtstag meines Schwagers Werner Reckzielgel, verdienter Obmann der
SL-Argentinien.
Ich widme ihm den tiefer stehenden Beitrag (den die Sudetendeutsche Zeitung
nicht für notwendig hielt zu veröffentlichen) und um "meinem"
Aberglauben zu dienen kommt der Glückwunsch dann zur richtigen Zeit:
--- ARGENTIENISCHE
LANDSLEUTE IN HERVORRAGENDER SOZIALARBEIT
"In einer lauen Sommernacht..." und unter dem Kreuz des
Südens, saß unser unvergessene Landsmann "Johnny" Hans Klein
im Garten des Obmanns der UR-SL in einem Vorort von Buenos Aires. Er war
in offizieller Mission in Argentinien und, wie schon öfters, Gast
von Anneliese und Werner Reckziegel. Man war gerade zurückgekommen
von einem Besuch bei der segensreichen "Deutschen Wohltätigkeitsgesellschaft"
und einer Informationsfahrt durch die Slums der argentinischen Hauptstadt.
Man unterhielt sich über "reich und arm" in diesem großen,
reichen Land. Es ist ja auch schwer vorstellbar, dass in einer der großen
Kornkammern der Welt, Hunger und Not herrschen können! Davon ausgenommen
sind keineswegs Deutsche, weder in der Hauptstadt noch im Inneren des
riesigen Landes. Und kein "Soziales Netz" existiert. Man ist auf die Hilfe
der eigenen Familie oder dem guten Willen helfender Mitmenschen angewiesen!
Hans Klein war sehr beeindruckt vom vielen Elend und sinnierte beim Weggehen
"Da muß geholfen werden".
In
echt "Klein´scher" Manier sollte es auch nicht lange dauern, und ein Weg
zum Helfen war gefunden: "Johnny" begeisterte die Familie des Zahnarztes
Dr. Wolfgang Panthenius in Minden für seine Idee, und am 23. Feber
1996 stand der erste Container mit Hilfsgütern in der glühenden
Sonne des argentinischen Sommers.
Die Sudetendeutsche Landsmannschaft und die Deutsche Wohltätigkeitsgesellschaft
(DWG) waren überein gekommen, dass die Organisation der Verzollung
und späterer Verteilung in die Hände von Werner Reckziegel –
dem Obmann der Landsmannschaft - und seiner Frau Anneliese gelegt werden.
Um kein unnützes Geld in Lagerhaltung, Zollabfertigung , usw. einzusetzen,
wurden einflußreiche Persönlichkeiten gewonnen um die Gemeinnützigkeit
des Vorhabens bestätigt zu bekommen. Besondere Verdienste erwarb
sich dabei Frau Lic. Maria Aurora Duhalde, die Schwester des derzeitigen
Staatspresidenten Argentiniens.
Die Verteilung von gespendeter Kleidung und Lebensmitteln lief zunächst
über die DWG in Buenos Aires, bald konnte man aber auch Bedürftige
im Landesinneren berücksichtigen. Tausende Kilometer wurden nun von
Lm. Reckziegel – inzwischen auch zum President des Dachverbandes aller
Deutschen Vereinigungen Argentiniens (FAAG) gewählt - zurückgelegt.
Deutsche Vereinigungen, Schulen und Altersheime wurden besucht und die
wirkliche "Welle" von aus Deutschland gelieferten Hilfsgütern (bis
März 2003 mehr als dreihunderttausend kg!) in geregelte Bahnen gebraucht.
Über Kleidung und Lebensmittel hinaus, bekam man inzwischen auch
medizinische Geräte, Rollstühle, Spielzeug, usw. Eine Sensation
war die Verteilung von zwölf Tonnen Wiener Würstchen. Es ist
amüsant Bilder kleiner Indios mit Würstchen in beiden Händen
zu sehen - sichtbar von dieser für sie neuartigen Nahrung begeistert!
Im April 2003 erreichte der 25.(!) Container Buenos Aires. Beim Öffnen
wurde eine verdiente Pause eingelegt. Im Hafen fanden sich deutsche Bundestagsabgeordnete
- die zufällig dienstlich im Lande waren - und die Vorstände
aller an dieser Hilfsaktion beteiligten Organisationen ein. Mit einem
hervorragenden argentinischen Rotwein wurde auf die Gesundheit der großzügigen
Spender in Deutschland angestoßen.
Hubertus Ullmann, 3o.o4.2003 (!) ----
PS.: Inzwischen sind es vierzig Container geworden, die Bewertung dieser
Leistung "hüben und drüben" bleibt dem Leser überlassen.
Aldersbach, 29.o9.2004
Hubert Ullmann, Ehrenpräsident der SL_Argentinien und Frau Sieglinde.
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----- Original Message
----- From: sudeten ldm argentinien
To: gastebuch@sudeten.com.ar
Sent: Tuesday, July 20, 2004 12:26 PM
Sehr geehrter Ing. Elsinger,
Ich bekomme alle Pressenachrichten aus Österreich und bin darüber
informiert was meine Landsleute dort machen und schätze es auch sehr.
Obzwar wir die älteste SL in der Welt sind ( 1936 gegründet
) steht in unseren Statuten nicht über Poletik noch Religion in unsern
Zusammenküften zu sprechen. Dies wurde immer so gemacht , um die
kleine Gruppe Sudetendeutschen zusammn zuführen und nicht durch verschieden
Ansicht zu teilen.
Darum respektieren wir dies wir das heute nocht. Wir sind darum in der
Deutschen Gemeinschaft in Argentinien bekannt, über unseres Zusammenhalt
und Sozialen Arbeit.
Mit recht herzlichen Grüßen
Werner Reckziegel
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Original Message -----
From: Ing. Reiner Elsinger
To: gastebuch@sudeten.com.ar
Sent: Thursday, July 15, 2004 12:37 PM
Die Heimseite ist zu begrüßen, wenn sie auch mehr
Vereinsvergangenheit enthält, die kaum von allgemeinem Interesse
sein dürfte. Es würde viel mehr interessieren was zur öffentlichen
Meinung über das Jahrhundertverbrechen der Vertreibung in Argentinien
getan wird. Es dürfte Ihrer Aufmerksamkeit entgangen sein, daß
wir hier in Österreich unverdrossen für unser Recht kämpfen
und daß es diesbezüglich auch eine www.suedmaehren.at
-Seite gibt.
Alles Gute
Reiner Elsinger
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