1996 – 2011
15 Jahre im Dienst der Nächstenliebe
von Deutschland nach Argentinien
Alles begann im Wohnzimmer meiner Eltern anlässlich des Argentinien Besuches des Vicepräsident des Bundestag, Hans Klein, ein Heimatfreund. Ihm interesierte die jahrelange freiwillige Hilfe meiner Mutter in der Kleiderkammer der DWG. Sie erzählte, daß deutsch stämmigen in Notgeratenen Menschen geholfen wird. Lebensmittel werden monatlich und Kleider und Sachspenden zwei monatlich verteilt. Die Antwort von Johnny wie wir ihn liebevoll nannten war die folgende: “Ich helfe, wie das weiss ich noch nicht. Argentinien half Deutschland nach dem Krieg, also können wir so danken.”
Einige Tage später kommt ein Anruf aus Deutschland, besser gesagt aus Minden. Dr. Wolfgang Panthenius stellt sich vor. Er wurde von Johnny gebeten seine Hilfsaktion Burkina Faso, weltweit auf Argentinien zu zielen. Gesagt getan, Dr. Panthenius, Seine Frau Liesel und Oma Hannelore begannen freudig den 1. Container zu füllen und verladen. Das erfüllte uns mit Freude und Dankbarkeit. Es begann ein Freudentraum.
Nun begann die Einfuhr mit allen Formalitäten. Am 22. Februar 1996 kam der 1. Container mit Spenden hier an. Der Jubel war groß, die Arbeit begann.
Zu Anfang verteilten wir die Spenden an deutsche Vereinigungen im Land. Auf Anrufe und Briefe hin bauten wir einige Ausgabeorte auf. Immer unterstützt von Vertrauenspersonen, die besser verteilen künnen, denn vor Ort weiss man besser wie geholfen werden kann als hier in Buenos Aires.
Natürlich wurde in Deutschland weiter gesammelt Bittbriefe geschrieben und fest gearbeitet.
So kamen die Container hier an, man könnte viele Anekdoten erzählen.
Wir kennen den Tag der Ladung in Minden, Abfahrt in Hamburg, Ankunft in Buenos Aires, aber wie lange es im Zoll steht nicht.
Doch alle Hürden nehmen wir mit Elan nun schon im 15. Jahr. Am 9. November 2010 kam der 96. Container in Buenos Aires an. Als endlich alle Formalitäten erledigt sind streiken die Hafenarbeiter. Alles ist dicht. Endlich am 6. Januar 2011 ist es soweit. Der Zolldespachant wird tätig, die Zollinspektion gibt da OK. Nach Stunden als der LKW aus dem Hafen rollt ist Stop, die Beamten vergasen einen Stempel, wieder Lauferei, endlich ist alles perfekt. Doch die Fahrt endet abrupt, beim River Stadium gibt der Kühler das Leben auf.
Inzwischen war es 18 Uhr geworden. Einen Ersatz gab es erst am nächsten Morgen. Seit 10 Uhr waren wir in Los Pinos nervös und ungeduldig. Die bestellten Hilfsarbeiter wurden unverrichteter Arbeit entlohnt und für den nächsten Morgen bestellt. Es sollt nich sein, Gott weiss wo zu es gut war.
Am 7. Januar 2011 um 10,30 Uhr rollte der LKW mit Container 96. in Los Pinos ein. Flott wurde entladen trotzt der sengenden Hitze, die im Container noch spürbarer war. Um 18 Uhr musste der leere Container im Hafen sein.
Aber Freude und Glück lassen uns alles vergessen. Es ist geschaft wir können weiter helfen.
Die über 15 Jahre reichende Spendenkette ist ein Danke schön meiner Eltern an das Land Argentinien. Als sie vor 60 Jahren hier an kamen und sich frei entfalten und arbeiten konnten, die Familie gründen und nun 3 Generationen helfend wirken.
Durch unsere Hände geht jedes Stück der Spenden, sie werden klassifiziert und zum Versand gebracht, weit über das Land.
Die Spendenaktion besteht aus zwei wichtigen Säulen. Die Familie Panthenius in Minden. Ihnen gebürt ein besonderer Dank, sie machen das Unmöglichste möglich. Ebenso den unzähligen Helfer und Spender in Deutschland. Ohne Sie geht es nicht. Danke, daß Ihr uns helfen helft.
Hier liegt die Spendenaktion in Händen der Familie Reckziegel. Die auf diesem Weg allen Helfern hier in Argentinien danken will. Jeder einzelne ist ein wichtiges Glied in dieser Kette.
Vereint wollen die Familien Panthenius in Deutschland und Familie Reckziegel in Argentinien in Glauben und Liebe die Hilfe vereinen.
Isabel Karin Reckziegel
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Florida, 1. Oktober 2010
Betrifft Spenden:
Hiermit wiederholen wir unsere Information an alle Vereine und Spendenempfänger im ganzen Land.
Nach 37 Jahren im Vorstand der FAAG und 10 Jahre als Vorsitzender legte mein Vater Herr Werner Reckziegel sein Amt nieder.
Wir erklären, dass es keine Ånderung bei der Spendenaktion gibt. Seit 14 Jahren arbeitet die Familie Panthenius in Deutschland und Familie Reckziegel in Argentinien zum Wohle der Bedürftigen zusammen. Die Familie Reckziegel erweist diese Arbeit als Dank an das Land Argentinien, wo sie Arbeit und Brot fanden als sie hier einwanderten. Deshalb erklären wir daß, das mit dem Ausscheiden aus der FAAG diese Arbeit nicht unterbrochen wird, sie geht weiter mit dem gleichen Elan.
Ab jetzt bitte alle Dankesbriefe, Fotos und Material nur an die folgende Adresse zu richten:
Warnes 95
1602 Florida
Prov. Buenos Aires
Tel. (011) 4797-9484 Fax (011) 4796-4830
E Mail werner.reckziegel@gmx.net
Sollte dies nicht erfolgen garantieren wir keine neuen Sendungen.
Mit Gruß
Isabel Karin Reckziegel
Mit Bravour nahmen wir die Hürde, des 94. Container
Am 11.06 kam der Container in Buenos Aires an. Diesmal hatten wir Glück, in relativ kurzer Zeitpanne ihn in Empfang zu nehmen. Unsere Schützlinge warteten schon sehnsüchtig auf warme Kleidung und Decken. Heuer ist ein kalter Winter.
Am 29. Juli war es soweit, um 9,30 Uhr sollte der Lastwagen beim Zoll sein. Nun begann die Warterei für alle, die Geduld des Zollabfertiger von Redes, des Fahrers und uns wurde zur Zerreisprobe. Endlich um 17 Uhr kam die Zollkontrolle, sehr oberflächlich, da alles in Ordnung befunden wurde. Doch der Container durfte erst um 19 Uhr nach Hürden den Hafen verlassen. Ein Stau zwang zum Fussgängertempo, um 21 Uhr rollte er in Los Pinos ein. Nun begann das Entladen, bei immer wieder einsetzenden Regen und Kälte in der Nacht. Gott sei Dank ging alles gut. Viele nützliche Dinge sahen wir, nur so auf ersten Blick. Bei der Kontrolle und Sortierung sehen wir dann alles. Dank den Team von Dr. Panthenius kann vielen Menschen geholfen werden. Aber wir mussten weiter entladen und unsere Lagercontainer füllen. Endlich um 1,30 Uhr des 30. Juli waren wir fertig. Müde und abgespannt aber glücklich traten wir den Heimweg an.
Es ist Feierabend, das Tagwerk ist vollbracht!
Danke, an alle Spender die uns mit Familie Panthenius weiter unterstützen.
Anneliese Reckziegel

Im Jagre 1995 hatten wir den Besuch unseres Freundes Dr. Hans Klein, Minister und Vicepräsideny des Bundestags in meinen Elternhaus. Im Laufe der Gespräche ergab es sich, daß er nach den Tätigkeiten der Familie drug. Meine Mutter erzählte ihn, daß sie freiwillige Helferin in der Kleiderkamme4r der DWG ist. Darauf hin interessierte er sich, wie dort die Hilfe gehandhabt wird und wem geholfen wird. Als meine Mutter erklärte, daÓ die Bittsteller deutschstmmige und Deutsche monatlich Lebensmittel und 2 monatlich Kleidung bekommen. Nach kurzen überlegen sagte er, ich helfe. Denn nach den Krieg bekamen wir in Deutschland Hilfe aus Argentinien, jetzt ist es an uns zu helfen.
Desagy getan ! Nach Deutschland zurück gekehrt begann seine Organisation. Jonny, wie er von seinen Freunden gennant wurde, beaufrtragte Dr. Wolfgang Panthenius in Minden sich der Sache anzureichen. Dr. Panthebius mit Gattin Liesel und Oma hatten eine 3 Mann Organisation die Weltweit helfen. Jetzt ist Sohn Martin für die Oma eingetreten.
Die resten Kontakte waren so perfekt, daß es zur Zufriedenheit bis heute hält.
Bald wurde der erste Container mit Spenden gefüllt, start bereit.
Hier begann der Papierkrieg, den Zoll un dalles soll perfekt sein.
Endlich am 22. Februar 1996 war es so weit. Der ERSTE CONTAINER kam. Mein Vater hatte mit der DWG ein Abkommen getroffen ihm dort hin zu bringen.
Die große Freude es hat geklappt. Nun begann die Arbeit für meine Eltern.
Zum Beginn wurden die Spenden an Deutsche Vereinigungen verteilt. Es sprach sich rerum wie ein Lauffeuer jeder wollte Spenden aus Deutschland!
Mein Vater hat viele Kontakte über die Sudetendeutsche Landsmannschaft und der FAAG die dabei hilfsreich sind hier und auch in Deutschland. So auch die Spendenverteilung auf die Mithilfe von Vertrauenspersonen aufgebaut.
Als es sich ergab, daß mehrere Container in Aussicht gestellt wurden konnté mein Vater mit Frau Lic. Aurora Duhalde Kontakt aufnehmen, die schon Jahre lang REDES leitet und internationale Hilfsaktion. Das erleichtert die Arbeit für uns. Aber wir garantieren Perfektion und Vertrauen.
Es ginge zu weit, alle Container und Inhalt auf zu zählen.
Nur bei einen hatten wir Pech, er enthielt Wurstwaren, eine Spende von der Firma Bauerngut. Er kam zur Zeit der BSE (Rinderwahn), er musste zurück nach Hamburg ungeöffnet.
Zu erst bewältigten meine Eltern die Arbeit mit Hilfe der Familie und Freunden. Nur zum entladen kamen Kontraktarbeiter. Natürlich war auch meine Nichte Cynthia dabei, so klein sie war, sie half mit. Oft kletterte sie in die großen Schacteln und reichte uns die Sachen zur Kontrolle. Jedes Mal wenn sie kann hilft sie auch heute noch mit. Zur Zeit ist sie jetzt (16 Jahre=) in Deutschland und besucht natürlich Familie Panthenius in Minden.
Seit 2001 helfe ich mit mein Mann, Eduardo Pampin Müller, doch unsere Arbeit erlaubte uns nur Samstags zu helfen.
Jede Schachtel, jedes Stück geht durch unsere Hände zur Verpackung oder Ausgabe.
Ich erinnere mich einmal, daß am 23. Dezember unter anderen 500 Betten brachte. Er musste termingemäs leer zurück gehen. Also heisst es ran an die Arbeit. Ende um 24 Uhr am Morgen des 24. Dezember-
Seit 2005 bin ich attiv bei der Spendenaktion. Meine Eltern flogen nach Deutschland. Ein Container war unterwgs, Mein Vater meinte mach dir keine Sorgen, bei unserer Rückkehr holen wir in aus den Zoll. Das aber spornte mich an zu beweisen, ich kann es auch! Da 50 Fahrräder geladen waren dauerte es etwas länger. Aber ich setzte mich ein und durch REDES stärkte mir den Rücken. Geschaft der Container stehet in Los Pinos nach 4 Stunden rollt er zurück leer in den Hafen.
Nun sind wir im 14. Jahr. Am 3. Dezember 2009 entluden wir den 90. Container. Wie immer ist die Spannung groß, die Warterei zehrt an unseren Nerven. Aber wenn wir die Berge von Schacteln und all den anderen soviel kommenden Artikel überfällt uns ein dankbares Glücksgefühl. Alles ist vergessen.
Genau wie in Minden, ob es stürmt oder schneit, es ist eine Freude zu helfen. Wir hier eifern mit!
Diese Solidaritätskette ist für meine Eltern eine Art Dank an das Land Argentinien das sie 1949 bzw. 1950 aufnahm.
Unser Team ist: Werner, Anneliese, Isabel Karin und meine Nichte Cynthia. Durch unsere Hände geht jedes Stück ehe es zur Verteilung oder Versand kommt.
Heute möchten wir Familie Reckziegel Danken. Danke all denen hier in Argentinien die uns bei der Verteilung der Spenden helfen, daß sie dort hin kommen wo sie gebraucht werden. Denn sie sind ein wichtiges Glied unserer Arbeit am Nächsten.
Ein ganz besonders Großes Dankeschön an Familie Panthenius in Minden. Alle Wolfgang, Liesel und Martin machen das Unmöglichste möglich!
Auch Danke an alle uns unbekannten Spendern in Deutschland.
Wir machen weiter, mit Liebe zum Nächsten.
Isabel Karin Rexkziegel
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DER 90. CONTAINER
Jetzt endlich ist es soweit, er steht in Los Pinos. Vergessen ist alle Nervenbelastung und Warterei. Wir haben wieder einmal Nervenkitzeln und Ausdauer geübt bis der Zoll alles für richtig fand. Nun beginnt die Arbeit zu sortieren, verpacken und versenden, denn zu Weihnachten sollen auch die Armen eine Freude haben. Danke den Spendern wir helfen nur helfen. Dies ist der 8 Container in diesen Jahr!
Anneliese Reckziegel

Am 16. März 2009 wurde von Dr. Wolfgang Panthenius in Minden verladen, traf iam 4. April im Hafen von Buenos Aires ein.
7.April präsentierte das Aussenministerium Redes die zuständigeDokumentation bei der Zollbehörde.
15. Mai, es ist genehmigt, aber es mus ser Dollarbetrag bezahlt werden um an die Spenden zu kommen, bisher kamen Spenden hosten frei ins Land. Alle Fürsprachen trafen taube Ohren, sollten die 13 Jahre Arbeit auf einmal zu Ende sein? Tausenden Menschen konntén wir helfen im ganzen Land!
16 Juni wir zahlen, bekommen für den 16. Juni die Erlaubnis den Container zur Kontrolle fahren, dann geht es aus dem Hafen. Alles schön und gut, aber die Herren der Abfertigung streiken, eine Blitzaktion, sie fördern Lohnerhöhung. Alles wird zurückgestellt. Nochmals kam der Container ins Lager.
17. Juni 8 Uhr morgens endlich ist er in Los Pinos!
Ende gut, alles gut. Wir sind dankbar, müde aber glücklich.
Danke den edlen Spendern.
Anneliese Reckziegel
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DONACIONES
SPENDENAKTION
En estos 13 años hemos recibido 84 container con 2.059.101 Kg de donaciones.
In diesen 13 Jahren haben wir 84 Container erhalten mit 2.059.101 Kg Spenden.
49 Toneladas/Tonnen |
Arvejas |
Erbsen |
12 Toneladas/ Tonnen |
Alimento para Bebe |
Babynahrung |
3 Toneladas/ Tonnen |
Porotos |
Bohnen |
8 Toneladas/ Tonnen |
Lentejas |
Linsen |
2 Toneladas/ Tonnen |
Azucar |
Zucker |
71 Toneladas/ Tonnen |
Arroz |
Reis |
4 Toneladas/ Tonnen |
Fructuosa |
Traubenzucker |
2 Toneladas/ Tonnen |
Avena |
Haferflocken |
3 Toneladas/ Tonnen |
Hipp Leche Maternizada |
Hipp Babymilch |
5 Toneladas/ Tonnen |
Leche en polvo |
Milchpulver |
1 Toneladas/ Tonnen |
Repelente para Mosquitos |
Antimückenmittel |
10 Toneladas/ Tonnen |
Piojicida Goldgeist |
Ungezifervertilger |
9500 Botellas/Flachen |
Leche Hipp para bebes |
Hipp Folgemilch |
3500 |
Trajes para Adolescentes y niños |
Kinder und Jugentlichen Anzüge |
8200 |
Sacos y Trajes |
Sakkos und Anzüge |
369 |
Camas |
Betten |
|
Frazadas, Ropa de Cama, Ropa para Niños y Adultos |
Decken, Bettwäsche, Wäsche für Kinder und Erwachsene |
52 metros cúbicos /Kubikmeter |
Pañales para adultos |
Windeln für Erwachsenee |
32 |
Bañaderas para Bebe |
Babybadewannen |
25 |
Sillones para Diálisis |
Elektronische Dialysenligen |
30 |
Mesas de arrime |
Krankenbetttische |
11 |
|
Zahnartzeinheiten |
10 |
Sillones Odontológicos |
Zahnarztstühle |
16 |
Camillas |
Untersuchungsliegen |
1 |
Camilla para Partos |
Gebärliege |
13 |
Esterilizadores |
Sterelisatoren |
5 |
|
Vernabler |
38 |
Camas Ortopédicas |
Krankenbetten |
85 |
Sillas |
Krankenstühle |
182 |
Sillas de Ruedas |
Rollstühle |
1 |
Sila de Ruedas Electrica |
Elektrischer Rollstuhl |
281 |
Andadores |
Rollatoren |
88 |
Sillas Sanitarias |
Sanitärstühle |
15 |
Elevadores para camas de Enfermos |
Bettheber |
11 |
Cunas |
Babybetten |
118 |
Bastones y Muletas |
Gehilfen |
|
|
Hochleistungs Blutuntersuchungsgerät |
65 |
Bicicletas |
Fahräder |
55 |
Pupitres con sillas |
Schulbänke miy Stühle |
8 |
Camas ortopedicas especiales |
Schwerbehinderten Betten |
12 |
Impresoras |
Nadeldrucker |
52 |
Máquinas de escribir |
Schreibmaschinen |
65 |
Máquinas de Coser |
Nähmaschinen |
91 |
Cochecitos de bebe |
Kinderwagen |
1 |
Imprenta |
Druckerei |
3400 |
Trajes de comunión Valor 350.000 Euros |
Komunionsanzüge wert 350.000 Euro |
8555 |
Sacos, trajes, chalecos pantalones |
Sakkos, Anzüge, Westen , Hosen |
49 |
Babycars (Juguete) |
Babycars |
21.500 Kg |
Salchichas en lata |
Würstchen in Dosen |
450 Kg |
Instrumental quirúrgico |
Chirurgische Instrumentalien |
12.000 Kg |
Desinfectantes |
Desinfektionsmittel |
44.000 |
Sopas Instantáneas |
3 Teller Fertigsuppen |
2.600 |
Cajas de Cartón |
Umzugskarton |
600 |
Cajas de Cartón especial |
Schwerkarton |
250.000 |
Guantes Descartables |
Op Handschuhe |
1 |
Taller completo para óptica |
Komplete Optikerwerkstadt |
1.643.000 Kg |
Ropa y otras donaciones |
Andere Hilfsgüter |
1 |
Autobomba |
Feuerwehranhang mit Schlauch |
1 |
|
Blutuntersuchungsmaschine |
40 |
Altares de la Virgen de Fátima |
Hausaltare mit der Lieben Frau von Fatima |
ADE PATER JISEF MARX
Mitten aus Deinen Planen und Schaffen wurdes Du abberufen in den Schoß des Herrn.
Als junger Misioner kamst Du in die Provinz der roten Erde. Du warst für alle Menschen da, nicht nur in der Seelensorge.
Bald entdektes Du die Bedürfniße der Siedler. Da hilfst Du mit Rat und Tat. Besonders die Guarani Indianern lagen Dir am Herzen, für sie warst Du im wahrsten Sinn Vater und Helfer. Sie werden Dich besonders vermissen, denn Du gabst ihnen Arbeit, Brot und Selbstbewustsein, genau wie den Siedlerkinder die Gelegenheit zum lernen und ausbilden.
Unzählige EFA Schulen (Landwirtschafts) has Du errichtet. Ein Segen für die Jugend, die so in der Provinz bleibt und nicht in den Rummel der Großstädte untergeht.
Kapellen und Schwesterheime gehören auch Deinen Wirken. Wir konntén von Dir geführt die Auferstehungskapelle in der geographischen Mitte Misiones sehen.Der Altar kam für Dich aus Deutschland.
Radio Guadalupe besteht seit13. Jahren. Dein Werk, der den Kontakt zur Landbevölkerung herstellt.
Nur für Dich selbst hattest Du wenig Zeit. Im Laufschritt oder mit Tempo fuhrst Du kreuz und quer durch Misiones.
Wir danken Dir Deine Freundschaft!
Das kostbarste Vermächtnis
eines Menschen ist die Spur
die Seine Liebe in Menschen
Herzen hinterlassen hat.
Familie Reckziegel
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EHRENPRAESIDENT DER SUDETENDEUTSCHEN LANDSMANNSCHAFT IN ARGENTINIEN
HERR HUBERTUS HUGO ULLMANN
IST TOT

Es trauern um Ihn der Vorstand der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Argentinien, Familie und Freunde
Auszeichnungen: Die Grosse Ehrennadel der SDL 1974 Ehrennadel der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Argentinien 31.05.96 Präsident der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Argentinien 1969-1976 Gründer des 1. Südamerikanischen Sudetentreffen Mitglied des Vorstandes frd Deutsch Argentinischen Dachverband 1972-1976 Hubertus Ullmann kam am 4. November 1929 in Wurzelsdorf, Kreis Gablonz, im Sudetenland zur Welt. Er wurde in eine Familie hineingeboren, die seit über 300 Jahren hauptberuflich in der Glasindustrie tätig war und deren private Leidenschaften die Jagd und das freiwillige Feuerwehrwesen waren. Er hatte eine glückliche Kindheit, geprägt von der Gemeinschaft der Großfamilie, sowie den vielen Aktivitäten der Großväter und der Onkel, in die er sich gern einbeziehen ließ.Unvergesslich im Familienkreis bleibt die Anekdote, daß man ihn an seinem ersten Schultag überall suchte, um ihn zur Schule zu bringen, er aber mit dem Großvater und dem Onkel mit der Feuerwehr ins Nachbarsdorf zum Wohnhausbrand löschen ausgerückt war...Seine Jugend wurde bereits vom 2. Weltkrieg stark beeinflusst, der für alle Sudetendeutsche in der Katastrophe der Vertreibung endete. Nachträglich sprach er immer davon, wie glücklich man doch sein müsse, daß man bereits am Tag nach Kriegsende vertrieben wurde, denn die Tragödie, die danach hereinbrach über diejenigen, die in der Heimat blieben, war etwas, was ihn zeitlebens beschäftigte.Einige Zeit verdingte sich die Familie auf einem Bauernhof, als Erntehelfer, in der sowjetischen Besatzungszone. Als die Post wieder funktionierte bekam sein Vater, der Glasschmelzermeister Otto Ullmann, ein Angebot am Aufbau einer neuen Glashütte in Linz, Österreich. 1946 dort angekommen, wollte Hubertus Ullmann seine Schulzeit beenden und ein Studium der Forstwirtschaft beginnen. Dieses wurde ihm aber als Flüchtling verweigert.
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So entschloss er sich, der Familientradition folgend zu einer Tätigkeit in der Glasindustrie.Sein Vater sah in Europa keine Zukunft und beschäftigte sich deshalb mit Auswanderungsgedanken. 1949 kam eine Gruppe von 28 Familien zusammen, die, alle vertrieben aus der Heimat, bereit waren, nach Argentinien auszuwandern und dort eine Glasfabrik zu errichten. Es folgte für Hubertus Ullmann eine stark autodidaktisch geprägte Zeit, in der er viele Experimente durchführen konnte, die ihn in seiner Glasmachertätigkeit zeitlebens begleiteten.Der Name der Glasfabrik war bezeichnenderweise Bohemia Glas Argentina.Am 12. Mai 1951 heiratete er Sieglinde Rössler, die ebenfalls mit ihren Eltern als Teil der großen Auswanderergruppe nach Argentinien gekommen war. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor.Als 1953 absehbar war, daß eine Angestelltentätigkeit langfristig nicht das erstrebenwerte Ziel sei, organisierte er, der es bereits zum Technischen Leiter der Fabrik gebracht hatte, eine kleinere Gruppe von Familien, die er mit seinem Vater und dem Schwiegervater anführte, in die Nähe von Buenos Aires. Ab der zweiten Hälfte des Jahres 1954 war er der Mentor hinter dem Erfolg der Glasfabrik Cristaleria Querandi. Nicht nur das gelernte konnte umgesetzt werden, sondern die unternehmerische Freiheit, die er in seiner eigenen Fabrik genoss, führte dazu, daß immer schwierigere Produkte hergestellt werden konnten. Neben der Produktion von
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technischem Glas - er war immer stolz darauf, daß alle Flughäfen Südamerikas mit Pistenbeleuchtungssystemen aus seiner Fabrik ausgestattet waren - beschäftigte er sich intensiv mit der Neuentwicklung von Produkten für den gedeckten Tisch. In diesen Jahren erhielt er über 200 Preise für seine Produktentwürfe, nicht nur in Argentinien, sondern auch in Europa.Im nachhinein kann man sicherlich feststellen, daß die 60'er und Anfangs der 70'er Jahre des letzten Jahrhunderts wohl seine glücklichste und erfolgreichste Zeit inArgentinien waren.Neben den beruflichen Erfolgen war er auch karitativ tätig und engagierte sich im deutschen Vereinswesen in Argentinien. Zahlreiche Ehrenämter füllte er mit Begeisterung aus. Nur um einige zu erwähnen, sei daran erinnert, daß er viele Jahre Präsident der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Argentinien war; daß dieDeutsche Schule Temperley ohne seine Mithilfe und großzügigen Spenden es nie zu der heutigen Größe geschafft hätte; daß er sich immer für das Schicksal der deutschen Kolonie in Argentinien einsetzte und ihm das Wohl der Landsleute sehr viel bedeutete, was seinem Ausdruck in den Aktivitäten innerhalb der Deutschen Wohltätigkeitsgesellschaft fand.Über viele Jahre war er aktiver Rotarier und im Glasverbandswesen hatte er nicht nur Führungspositionen in Argentinien inne, sondern war auch zwei Jahre langPräsident des Lateinamerikanischen Glasproduzentenverbandes.
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Immer größer wurden seine Sorgen um die Zukunft , als zuerst ein kommunistisches Regime die politischen Zügel in Argentinien übernahm und danach das ganze Land sehr schnell von Chaos und bürgerkriegsähnlichen Zuständen überrollt wurde. Im August 1976 sah er sich gezwungen, sein Lebenswerk hinter sich zu lassen und mit der Familie das Land über Nacht zu verlassen, um im sicheren Deutschland wieder von vorn anzufangen. Es fügte sich, daß er 1978 in Osterhofen die damalige Osterhofener Glasfabrik erwerben konnte und so kam die gesamte Familie nach Niederbayern. Einem kurzen dreijährigen geschäftlichen Aufblühen folgte die Weltwirtschaftskrise von 1982 und die Fabrik musste geschlossen werden. Die Handelsaktivitäten wurden unter einer neuen Firma, Ullmannglass, gebündelt und es folgte eine Ära von großen Projekten; erinnert sei hier nur an die Herstellung der weltgrößten Kronleuchter in Osterhofen und dem Aufbau unter seiner persönlichen Führung in Washington, USA. Mit zunehmendem Alter interessierte er sich immer mehr für die technischen Zusammenhänge des Glasherstellungsprozesses und daraus entstand die Gründung der Fa. Optul, in der er bis vor 3 Wochen noch tagtäglich wirkte. Die Jagd begleitet ihn zeitlebens, in jungen Jahren das erste Luftgewehr in Böhmen, danach machte er innerhalb Argentiniens viele Jagdreisen. Die 1. Safari 1972 in Kenia führte ihn auf den afrikanischen Kontinent, der ihn nicht mehr losließ und den er noch viele Male danach bereiste.5
In Niederbayern bekam er schnell Anschluss bei der Jägerschaft und er war in den letzten 30 Jahren ein aktiver Teilnehmer an den jagdlichen Aktivitäten. Er freute sich darüber, daß seine Nachkommen auch die grüne Passion ergriffen hatten, und besonders stolz war er auf die jagdlichen Erfolge seiner Enkel. Die Gesundheit meines Vaters ließ in den letzten Jahren merklich nach, man hatte aber nie das Gefühl, daß es etwas sehr ernsthaftes wäre. Eine detaillierte Untersuchung Mitte November führte dazu, daß er sich kurzentschlossen zu einem großen Eingriff bereit erklärte. Am 8.12. wurde er operiert, bis zum 16.12. waren die medizinischen Erkenntnisse noch im Bereich des normalen nach so einem schweren Eingriff, seit dem 17.12. verschlechterte sich sein Gesundheitszustand rapide.In den Morgenstunden des Freitag, den 19.12.2008, erlöste ihn ein Herzversagen.
Wir werden ihn sehr vermissen.
30.12.2008
Ein Ausschnitt von der Veranstaltung die seit Jahren Dr. Panthenius mit Familie vor dem Dom in der Stadt veranstaltet. Um Geld für die Spenden-Aktion zu sammeln und zwar für die Transportkosten der Container, die wir bekommen. Eine Idee von ihm, die sich im Laufe der Jahre eingebürgert hat und immer mit großen Erfolg durchgeführt wird. Er hat mit Familie und Freunden immer am 2 ten Samstag im September vorgesehen. Spiele und Würstel Stände, Getränke und andere Esswaren werden dort angeboten. Die größte Einnahme ist aber der Verkauf der Lose. Jedes Los ein Gewinn, wovon die größten Einnahmen kommen. Die Lose werden zu einem Euro verkauft. Die Preise sind von Firmen gestiftet, große und schöne Preise. Wenn man sich überlegt, daß in diesem Jahr über 17.000 Lose verkauft wurden, kann man sich leicht vorstellen, was für eine Arbeit dahintersteckt soviele Preise zu erhalten und um die 17.000 Lose zu verkaufen. Ich sage immer, der Erfolg kommt nicht allein , man muss sich fest dahinter klemmen. Das haben wieder Familie Panthenius und ihr Freunde bewiesen und haben den Betrag erwirtschaftet um die Transportkosten für ein Jahr zu decken. Wir danken und möchten allen die dazu beigetragen haben gratulieren zu diesen großen Erfolg , zu Gunsten Armer Menschen .
Werner Reckziegel in Buenos Aires ist nicht nur Vorsitzender der „Sudentendeutschen Landsmannschaft in Argentinien“ (der ältesten deutschen SL) und der FAAG, der Vereinigung aller deutschen Vereine und Schulen in Argentinien, er und seine Frau Anneliese sind auch die Seele und der Motor der „Deutschen Wohltätigkeits-Gesellschaft“ in Argentinien. In dieser Eigenschaft konnte er vor kurzem den 70. (siebzigsten!) Grosskontainer mit Spenden aus Deutschland in Empfang nehmen und dessen Inhalt an bedürftige Familien, Schulen und im Landesinneren verteilen zu denen auch zahlreiche deutschargentinische zählen. Ziel der Spenden war diesmal vor allem der argentinische Norden mit der Provinz Misiones, in der besonders viele Deutsche siedeln. Wie Werner Reckziegel mitteilte, sind Container Nr.71 und Nr.72 bereits auf dem Seeweg nach Buenos Aires.
Auch sie ist unter den Spendenempfängern: Eine Klasse der „Bismarckschule“, einer deutschen Grundschule in El Dorado in der Provinz Misione, mit ihren Lehrerinnen.
Der 70. Container im Hintergrund, davor ein Dankeschön-Transparent (links Annemarie Reckziegel)
Durch Tod und Auferstehung erlöst
Liebe Landsleute!
In der Sakristei des ehemaligen Klosters Schönau im Taunus, wo meine Mitbrüder des Prämonstatenserstiftes Tepl nach der Vertreibung sich als klösterliche Gemeinschaft niedergelassen hatten, kann man ein bemerkenswertes Kunstwerk betrachten. Das neugeborene Christuskind in Windeln gewickelt liegt nicht in einer Krippe, sondern auf einem Kreuz. Solche Darstellung habe ich auch in einigen Kirchen des süddeutschen Raumes angetroffen. Und sicherlich gab es ebenso derartige Kunstwerke des Lebens Jesu in der einen oder anderen Kirche unserer alten Heimat.
Knapp, präzise und deutlich hat der Künstler das Leben Jesu von der Stunde der Geburt bis zum Ende seines Lebens dargestellt und gleichzeitig dem Betrachter vor Augen geführt, was Gott dem Menschen in seinem Sohn geschenkt hat. Nichts anderes wird in diesem Relief erfahrbar, als dass durch das Kommen und Wirken Jesu Christi in unserer Welt die Erlösung des Menschen von Schuld und Sünde erfolgte. Geburt, Tod und Auferstehung des Gottessohnes geben dem Glaubenden die Gewissheit, dass menschliches Leben sinnvoll ist und seine Vollendung findet im Schauen und Teilhaben der Herrlichkeit Gottes.
Das Christentum ist keine Buchreligion wie etwa der Islam. Es gründet zunächst auf der Menschwerdung des Sohnes Gottes und erlebt seine Kraft in der Auferstehung Jesu Christi. Das Leben und Wirken, das Leiden und Sterben des Gottessohnes lädt daher den Menschen ein, den Glauben an Gott zu bestärken. Denn der Sohn, durch den Gott „am Ende dieser Tage zu uns geredet hat, ist Abglanz und Ebenbild seines Wesens“ (Hebr. 1,2f). Und Jesus konnte deshalb sagen: „Wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat“ (Joh 12,45). Auf diesem Hintergrund gilt auch die Einladung „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach“ (Mk 8,34).
Es ist Fastenzeit. Schneller als uns oder mir lieb ist, vergehen die Wochen bis zum Osterfest. Mit der Fastenzeit können wir uns wohl nicht so recht anfreunden. Wir durchleben diese Zeit oft mit gemischten Gefühlen. Als Christen wissen wir, dass gerade diese Zeit dazu da ist, dass wir nicht nur das Leiden und Sterben unseres Herrn betrachten, sondern auch an uns selbst arbeiten sollen, den alten Menschen abzulegen. Da ist der Anspruch da, Opfer zu bringen, auf liebgewordene Gewohnheiten zu verzichten. Doch bis wir uns „dafür“ oder „dagegen“ entschieden haben, kann es zu spät sein. Es wäre aber schade, diese für uns wichtige Zeit zu verpassen.
Ostern ist das Ziel des Weges, auf dem wir uns befinden. Das Geschenk für uns sollte die Freude, der Frieden und die Freiheit des Auferstandenen sein. Das aber können und müssen wir uns selbst machen. Viele Wege und Möglichkeiten können zu diesem Geschenk führen.
Nur wie kommen wir dazu?
Es gibt viele Dinge, die ich nicht brauche! Diesen Satz sollten wir uns in diesen Tagen der Fastenzeit öfters vorsagen. Was ist für mich lebensnotwendig, was ist gut und nützlich für mich, was ist ganz und gar überflüssig? Es dürfte jedem von uns bei der heutigen Überflutung materieller Dinge eine Leichtigkeit sein, eine Werteskala aufzustellen. Versuchen wir in diesen Wochen ein wenig Abstand zu gewinnen von dem, was uns beherrscht, kettet, lau, unzufrieden, engherzig oder gar menschenfeindlich macht. Gehen wir einmal in kleinen Schritten das Überflüssige, das Erdrückende, die Lauheit, die Gleichgültigkeit oder das Desinteresse an.
Wir können allerdings auch dem Sätzchen eine positive Aussage geben: Es gibt so viele Dinge, die ich unbedingt brauche. Das ist Stille und Ruhe und Besinnung, um sich selbst sein zu können. Das ist Zeit und Verständnis für- und miteinander. Was wir nötig haben, ist einmal sich intensiv mit Gott auseinander zu setzen, mit meinem gelebten Glauben, mit Gott einmal ein Gebet zu wagen. Es gibt da viele Möglichkeiten für jeden von uns.
Wenn wir dabei kein so religiöses Kunstwerk wie das Relief in der Sakristei der Klosterkirche von Schönau betrachten können, welches uns einlädt, sich zu sammeln, stille zu werden, mit offener Seele zu schauen, zu lauschen, so finden wir doch sicherlich ein anderes Zeichen, das uns zum Verweilen und Betrachten einlädt – ein Kreuz zum Beispiel. Begegnen wir diesem Zeichen doch täglich in vielfältiger Arte und Weise. Es symbolisiert das Leid, den Kalvarienberg, den Golgotahügel, letztlich das Ende und ist zugleich ein Zeichen der Hoffnung, des Heiles und des Lebens - ein Zeichen unserer Erlösung.
„Dein Kreuz, o Herr, verehren wir und deine heilige Auferstehung preisen und rühmen wir: Denn, siehe, durch das Holz des Kreuzes kam Freude in aller Welt“ (Morgenlob der Kirche am 14. September).
So wird durch das Kreuz Ostern zum Fest des Lebens und der Freude und wir dürfen freudig einstimmen in das Osterlied unserer Vorfahren:
Seht auferstanden ist der Herr, sein Grab verschließet ihn nicht mehr. Halleluja! Halleluja!
Drum öffne sich heut unsre Brust und singe nun mit Herzenslust: Halleluja, Halleluja!
Es stieg einst dieser Gottessohn, zu uns von seinem Himmelsthron. Halleluja:! Halleluja!
Er starb für uns am Kreuzesstamm, die unschuldsvolle Gotteslamm. Halleluja! Halleluja!
Besiegt ist nun der böse Feind, auch sind wir jetzt mit Gott vereint. Halleluja! Halleluja!
Entrissen hat dem ewgen Tod uns, Christus, unser Herr und Gott. Halleluja! Halleluja!
Liebe Landsleute, liebe Leserinnen und Leser, Ihnen allen sowie Ihren Lieben wünscht ein gesegnetes, frohes Osterfest
Ihr
P. Norbert Schlegel
Visitator der Sudetendeutschen und Vorsitzender des Sudetendeutschen Priesterwerkes
Durch Bemühungen und Zusammenwirken der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Deutschland und Argentinien, den Vizepräsidenten des deutschen Bundestages, Hans Klein, Werner Reckziegel und Frau Anneliese Reckziegel für die SLA, S.E. Sir Dr. med.dent. Wolfgang W.W.Panthenius von der Komturei Ost-Westfalen des Souveränen Ritterordens der Templer von Jerusalem und die tatkräftige Hilfe der Regierung der Provinz Buenos Aires, vertreten durch Herrn Rogelio Cosme Cardozo vom „Programa de Cooperación Técnica Internacional para el Conurbano Bonaerense“, mit Adlatus Diego Behnke und wesentlicher Hilfe der Sociedad del Apostolado Católico, für die P.P.Denninger half, gelangte vor wenigen Tagen ein Container im hiesigen Hafen an.
Es drehte sich dabei um Lebensmittelund Kleidung, Decken und allerlei sonstige nützliche Dinge, die für die Fürsorgeabteilung und Kleiderkammer bestimmt sind.
Freilich hat es lange Monate gedauert, bis alle Wege erledigt werden konnten, die nötigen Papiere beigebracht waren, viele Fax- und Briefsendungen gingen hin und her, unzähliche Laufereinen kosteten hier und in Deutschland Zeit, bis es am 2. Mai endlich so weit war: Der Container war endlich da!
Geschäftsführer Arnold Hinckeldeyn von der DWG, Ehepaar Reckziegel vom Vorstand der DWG und der Kleiderkammer waren zum Empfang der Sendung bereit. Mit ihnen Señor Rogelio Cosme Cardozo und D.Behnke. Wir sehen sie vor dem Container und bei den zu leistenden Unterschriften.
Bei der Probenöffnung sah man die Pakete mit der Beschriftung „Für die Deutschen in Argentinien“, alles in einer Sauberkeit, die einem richtig Freude macht!
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Weihnachten geht uns ans Herz. Es ist ein besonders stimmungsgeladenes Fest. Die Engel hatten bei der Geburt Christi den Menschen – jedenfalls denen, die „guten Willens“ sind – „Friede auf Erden“ verkündet. Deshalb weckt Weihnachten besonders den Wunsch nach friedvollem Zusammenleben.
Weihnachten steht am Ende des Jahres. „Was hat das Jahr gebracht?“, fragen die einen. „Habe ich genügend zum Frieden und Ausgleich unter den Menschen beigetragen?“, fragen andere.
Manches Defizit kommt im Rückblick zutage. Weihnachten gibt Gelegenheit, einiges wiedergutzumachen.
Weihnachten liegt in der Jahreszeit, in der die Nächte lang und die Tage kurz sind. In der Dunkelheit braucht man Orientierung; man will heimatliche Geborgenheit. Das ist ein Grundbedürfnis. „Dahoam sein, wann’s auf d’Nacht zugeht“, antwortete ein alter Bauer auf die Frage, welches sein wichtigster Wunsch sei.
Wir Sudetendeutsche haben unsere Heimat vor über 60 Jahren verloren. Dieser Verlust wiegt schwer. Die Dunkelheit, die solchen Verlust erzeugt, wird aufgehellt durch das weihnachtliche Licht. Es zeigt uns Weg und Richtung; es lässt uns erkennen, dass wir nicht in Ausweglosigkeit stecken. Hoffnung verbinde ich mit dem zunehmenden Interesse für unser Schicksal und unsere Geschichte. Gerade bei den jungen Menschen rückt das Unrecht der Vertreibung stärker ins Blickfeld. Ausstellungen wie die Bayerische Landesausstellung „Bayern und Böhmen – 1500 Jahre Nachbarschaft“ in Zwiesel, die Ausstellung des BdV „Erzwungene Wege. Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts“ sowie die Ausstellung des Sudetendeutschen Rates „Die Sudetendeutschen – eine Volksgruppe in Europa“ leisten dazu einen wichtigen Beitrag.
Die Zuversicht wächst, dass auch in der Tschechischen Republik eine positive Vergangenheitsbewältigung beginnt. Schön wäre es, wenn diese dann nicht nur auf Menschen guten Willens beschränkt bliebe, sondern auch auf Mitglieder der politischen Führung übergreifen würde. Als im April der Sudetendeutsche Rat in Marienbad tagte, sagte dort der stellvertretende Bürgermeister Jirí Chval in seinem Grußwort: „So wie es war, wird es nimmer werden. Aber so, wie es ist, kann es auch nicht bleiben.“ Der Mann hatte Recht. Es muss Bewegung in die starren Fronten kommen.
Dankbar stellen wir fest, dass wir nicht alleine stehen. Mit unserem Schirmherrn und Ministerpräsidenten Günther Beckstein haben wir einen verlässlichen Vorkämpfer der – in guter Tradition mit seinen Vorgängern – die Schirmherrschaftsverpflichtung des Freistaates Bayern über die Sudetendeutschen konsequent erfüllt.
Sein Vorgänger Edmund Stoiber hat ein gutes Beispiel gegeben, wofür ihm zu danken ist. Sein Engagement für unsere Anliegen Sein Engagement für unsere Anliegen war für ihn nicht nur eine politische Verpflichtung, sondern stets ein Herzensanliegen. Sicher haben dabei auch die Wurzeln seiner sudetendeutschen Frau Karin eine wichtige Rolle gespielt.
Dank ist nicht zuletzt Ihnen allen auszusprechen. Ihr Engagement für unsere Sache hält mittlerweile sechs Jahrzehnte an. Es trägt entscheidend dazu bei, dass unsere Geschichte, unsere Kultur, die Leistung unserer Vorfahren nicht vergessen werden. Dafür sage ich ein herzliches Vergelt’s Gott.
Und ganz besonders wünsche ich Ihnen allen eine besinnliche Weihnachtszeit sowie für das Jahr 2008 Gesundheit, Erfolg und Gottes Segen.
In herzlicher Verbundenheit
Johann Böhm
Sprecher der sudetendeutschen Volksgruppe
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